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Dass sich im südlichen bzw. südwestlichen Teil Rügens nur schwerlich ein
Seebad etablieren lässt, dieses Erfahrung machte schon im 19. Jahrhundert Fürst Wilhelm Malte, als er versuchte, seine Residenzstadt
Putbus zu einem Badeort zu entwickeln: Das Wasser des Greifswalder Boddens, einer Ostsee-Ausbuchtung, fließt nämlich
zu bedächtig vor sich hin und lässt den besonders von Urlaubern erwünschten hohen Wellenschlag vermissen.
Außerdem fehlen lange und breite Sandstrände. Lange Einleitung, kurzer Sinn: Im Süden der Insel gibt es auch heute keine Seebäder und von
Touristen überströmte Orte, dafür aber eine ruhige und beschauliche Landschaft, in der man die Seele baumeln lassen
kann. Dem Autoren dieser Website gefallen besonders die Gegend um die Schoritzer Wiek, einer tief
ins Innere der Insel hineinreichenden Bucht des Greifswalder Bodden, und das Gebiet zwischen Lancken-Granitz und Seedorf,
eine in der Tat sehr malerische Seenlandschaft.

Urlauber in größerer Zahl werden in Südrügen aber auch gesichtet, und zwar genau dann,
- wenn sie auf der Durchreise von der Glewitzer Fähre in andere Teile Rügens, besonders in die bekannten Urlaubsorte
an der Ostküste, weiterfahren, und
- wenn in den Sommermonaten selbst die letzten Spelunken in den Seebädern belegt sind. Dann lassen
sich Touristen ebenfalls in nennenswerter Anzahl in diesem eher abgelegenen Teil der Insel nieder.

Diese Urlauber werden dann sicherlich zu schätzen wissen, dass die ländliche Gegend
Südrügens nicht nur viel malerische Natur bietet, sondern auch ein paar echte kulturelle Leckerbissen vom Feinsten.
Neben der ehemaligen Residenzstadt Putbus, dem Hauptort Südrügens und der vielleicht schönsten Stadt auf der
Insel, müssen unter diesem Gesichtspunkt unbedingt erwähnt werden:
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die gotischen Dorfkirchen in Poseritz, Zudar und Kasnevitz,
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das neogotische Schloss in Karnitz,
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die Großsteingräber in Lancken-Granitz und
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der slawische Burgwall in Garz, Rügens ältester Stadt.
Wer sich übrigens auf die Spuren von Ernst Moritz Arndt begeben möchte, besucht zuerst sein Geburtshaus in Groß Schoritz und
dann das nur wenige Kilometer entfernte Arndt-Museum in Garz. Und wer dann immer noch Zeit und Muße hat, fährt mit der Glewitzer
Fähre aufs Festland und danach weiter in die nahe gelegene Universitätsstadt Greifswald, eine der bedeutenden
Wirkungsstätten des bekannten Schriftstellers und Politikers.
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