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Rügendamm

Hafensteg in Altefähr

Rügen

RÜGENDAMM, RÜGENBRÜCKE und ALTEFÄHR
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  Rügen

 

Den Bau einer festen Verbindung in Form einer Brücke oder eines Dammes vom Festland zur Insel Rügen plante man schon Anfang des 19. Jahrhunderts. Viele Bauvorhaben scheiterten jedoch, zuletzt im Jahre 1931, als der Damm ein Opfer der Weltwirtschaftskrise wurde und die schon begonnen Arbeiten mangels Geld eingestellt werden mussten. 1933 nahm man einen weiteren, diesmal erfolgreichen Anlauf. Nach vier Jahren Bauzeit öffnete man schließlich den so genannten Rügendamm für den Auto-, Schienen-, Fahrrad- und Fußgängerverkehr. Er führt über die Stralsund vorgelagerte kleine Insel Dänholm und überquert die Meerenge zwischen Rügen und dem Festland, den Strelasund, somit in insgesamt zwei Abschnitten.

Ziegelgraben-Klappbrücke
Ziegelgraben-Klappbrücke

Die Bezeichnung Rügendamm ist eigentlich nicht ganz korrekt. Das rund 1 Kilometer lange Bauwerk besteht nämlich auch aus nicht unerheblichen Brückenteilen:
Zwischen Stralsund und der Insel Dänholm befindet sich die Ziegelgraben-Klappbrücke (Fotos links), die für größere Schiffe geöffnet werden kann. Den zweiten Teil des Dammes bildet der Abschnitt zwischen Dänholm und Rügen. In der Mitte unterbricht eine über 500 Meter lange, nicht klappbare Brücke den Damm, die von Schiffen mit niedrigen Aufbauten unterfahren werden kann.

Rügendamm und -brücke
nördlicher Abschnitt der neuen Brücke im Vordergrund, dahinter der Damm

Der Bau einer zweiten Strelasundquerung wurde 2004 begonnen. Die dreispurige Hochbrücke, die man nun Rügenbrücke nennt und ausschließlich für den Kraftwagenverkehr konzipiert ist, verläuft parallel zum eben vorgestellten Rügendamm und wurde 2007 der Öffentlichkeit übergeben. In ihrem höchsten Abschnitt zwischen dem Festland und der Insel Dänholm wird die Brückenfahrbahn rund 40 Meter über dem Wasserspiegel von mehr als 120 Meter hohen Pylonen getragen. Die neue Brücke ersetzt übrigens nicht den alten Damm, sondern beide Strelasundquerungen werden weiterhin parallel zueinander betrieben. Der meiste Verkehr wird aber über das neuere Bauwerk geleitet.

Rügenbrücke
   die zweite Strelasundquerung bzw. Rügenbrücke

 

Vor der Eröffnung des Rügendammes 1936 konnte man den Strelasund nur auf dem Wasserwege per Schiff überqueren. An diesen historischen Fährbetrieb erinnert heute noch der Name des Ortes, der Stralsund auf Rügen direkt gegenüberliegt: Altefähr.1240 wurde das das mittlerweile 1000 Einwohner zählende Dorf erstmalig urkundlich erwähnt und gehörte bis ins 17. Jahrhundert zu Stralsund. Heute ist es sogar eine selbständige Gemeinde, zu der auch noch ein paar weitere Dörfer in der unmittelbaren Umgebung gehören.

Kirche in Altefähr

Die Rügendammeröffnung 1936 war für Altefähr aber kein wirklich glückliches Jahr. Der Fährbetrieb wurde eingestellt, somit verschwanden auch die Einnahmen aus diesem Geschäft und alle Welt fährt seitdem an dem kleinen netten Dorf vorbei. Dabei ist es jedoch durchaus eines genaueren Blickes würdig. Besonders die schöne gotische Dorfkirche aus dem 15. Jahrhundert und den Hafen am Strelasund sollte man sich unbedingt anschauen.

Blick von Altefähr nach Stralsund

Sehr eindrucksvoll ist auch der Blick vom Hafen in Altefähr über den Strelasund auf das Altstadtpanorama der traditionsreichen Hansestadt Stralsund, dessen Konturen besonders von den vier hohen mittelalterlichen Kirchtürmen und den großen Backsteinspeichern geprägt werden.

Fotoserie (15 Fotos) Rügenkarte

 

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© Andreas Reuter