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Im Zuge dieses Stadtentwicklungsprogramms vor 200 Jahren wurde auch der so
genannte Putbuser Circus gestaltet, ein kreisrunder, durch und durch geometrischer Platz, der ausnahmslos von weiß angestrichenen,
zwei- bis dreistöckigen Gebäuden gesäumt wird. In der Mitte des Platzes steht ein 19 m hoher Obelisk, auf den acht kleine
Alleen strahlenförmig hinführen.
Einen weiteren Platz erreicht man über die Alleestraße: den
rechteckigen, weitläufigen Marktplatz. Unter den vielen klassizistischen Bauten an diesem Platz sticht besonders das Gebäude
an der Ecke zur Alleestraße heraus: das wunderschöne Theater, dessen
Eingangshalle mit einem flachen Giebel und hohen dorischen Säulen im Stile eines antiken Portikus geschmückt ist. In seinem Inneren bietet es
übrigens rund 300 Zuschauern Platz. Heute finden in dem Theater nur Gastspiele statt, da es leider über kein eigenes Ensemble
mehr verfügt. Dennoch wird Putbus auch aufgrund dieser Spielstätte gerne als das kulturelle Zentrum von Rügen bezeichnet.

Jenseits der Alleestraße liegt der ansehnliche Schlosspark, der im Stile englischer Landschaftsgärten inklusive eines großen
Schwanenteichs angelegt wurde. In diesem Park befand sich einst das 1962 willkürlich abgetragene Schloss der Fürsten bzw.
Grafen von Putbus. Orangerie,
Marstall und Schlosskirche,
die ursprünglich als Kursalon mit Speise-, Spiel- und Tanzräume errichtet und erst 1890/91 zum Gotteshaus umgebaut wurde, sind allerdings neben anderen historischen architektonischen
Schöpfungen im Park noch erhalten. Die Orangerie dient heute übrigens als touristisches Informations- und künstlerisches Ausstellungszentrum.
Putbus ist auch Haltestelle des Rasenden Rolands, einer
historischen, dampfbetriebenen Kleinspurbahn, die immer noch zwischen Lauterbach und Göhren verkehrt. In Lauterbach, einem rund einen Kilometer entfernten kleinen Vorort von Putbus am Greifswalder Bodden,
kann man das zwischen 1817 und 1818 errichtete prächtige Badehaus bestaunen.
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