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Was soll man über das kleine Fischerdorf Glowe schreiben? Schon für das Jahr 1314 ist
die einst slawische Siedlung auf Rügen urkundlich nachweisbar. Doch die Geschichte hat sich eigentlich für Glowe nicht besonders interessiert. Rund 1000 Einwohner
zählt man, ein paar Pensionen, Hotels, Restaurants, viele Ferienwohnungen, ein paar Geschäfte, einen kleinen Hafen
und ein großes Kursanatorium. Wirkliche Sehenswürdigkeiten findet man im kleinen, etwa ein Kilometer langen Ostseebad jedoch nicht. Das ansonsten zwar gepflegte, aber
beschaulich langweilige Ortsbild würde sicherlich keinen Kunsthistoriker dazu veranlassen, seinen Urlaub im Dorf Glowe zu verbringen.

Dennoch leben die Einwohner seit mehr als 100 Jahren gut vom Tourismus. Und das
aus einem wirklich guten Grunde: Sonnenanbeter treffen nämlich in Glowe, dem nordwestlichsten Ort auf der Halbinsel Jasmund, ein
wahres Paradies, das Elysium der Badegäste, an: Hier beginnt ein kilometerlanger, feinsandiger und breiter Strand, der sich
von der Halbinsel Jasmund entlang der Nehrung Schaabe bis zur Halbinsel Wittow zieht. Vielleicht befindet sich hier sogar der
schönste Sandstrand auf Rügen. Zumindest bietet er Platz für eine Unzahl von Gästen.

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