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1883 gründete man in Breege einen Badeverein, baute aber rund zehn Jahre später
das erste Hotel nicht am ruhigen Boddengewässer Breeges, sondern im 1 Kilometer entfernten Juliusruh. Da es an der offenen
Ostsee liegt, bot es schon damals den von den Touristen geschätzten stärkeren Wellengang. Außerdem ist der steinlose
Strand in Juliusruh sehr breit und scheinbar unendlich lang. Entlang der
Schaabe, einer Nehrung zwischen den Halbinseln Wittow und Jasmund, verläuft er ununterbrochen mehr als 5 Kilometer bis zum
nächsten Badeort Glowe. Da kann der geneigte Urlauber sicherlich nicht nur eine Unzahl von hübschen Sandburgen bauen.

Seinen Namen verdankt das Seebad übrigens einem Landschlösschen, das
Julius von der Lancken am Rande eines Parks hatte erbauen lassen und Juliusruh nannte. Das Schloss ist leider nicht mehr erhalten,
dafür aber der Landschaftspark, der heutige Kurpark, der teils als englischer, teils als französischer Garten vor mehr als 200 Jahren angelegt wurde.

In Breege und in Juliusruh wohnen heute insgesamt noch nicht einmal 1000 Menschen. Auch aus
diesem Grunde erwecken die beiden beliebten Urlaubsorte eher den malerischen und verschlafenen
Eindruck eines typisch vorpommerschen Dorfes am Rande
der zivilisierten Welt. Sie sind nämlich mit den mondänen, städtisch geprägten Seebädern auf der Insel Rügen, z. B. Binz und Sellin, kaum vergleichbar.
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