Im Mittelpunkt der Insel Rügen, wenige
Kilometer vom kleinen Jasmunder Bodden entfernt, liegt die rund
15000 Einwohner zählende Kreisstadt Bergen. Sie ist
administratives und wirtschaftliches Zentrum Rügens, kurz
gesagt: die Inselhauptstadt.
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1314 wird Bergen erstmalig unter der
Bezeichnung "villa montis" (Hügel- bzw.
Bergdorf) urkundlich erwähnt, die Siedlung besteht
allerdings schon wesentlich länger. Ihren Namen
verdankt die Stadt also ihrer Lage auf einem fast 90 m
hohen Hügel, einer eiszeitlichen Stauchmoräne.
Obwohl Bergen schon im späten Mittelalter Hauptort
der Insel Rügen wurde, erhielt die Gemeinde erst 1613
Stadtrecht. Stadtverteidigungsanlagen, sprich: Tore und
Mauern, wurden daher nie angelegt. Selbst wenn man
solche Pläne gehegt hätte, wären sie rund 15 Jahre
später zunichte gemacht worden, als Wallensteins
Truppen Bergen belagerten und somit den wirtschaftlichen
Niedergang Bergens einleiteten.
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Ältestes Gebäude der Stadt ist heute die Marienkirche,
deren Baubeginn in das letzte Viertel des 12. Jahrhunderts
fällt. Der sowohl romanische als auch gotische Elemente
enthaltene Kirchenbau zählt auch aufgrund seiner wertvollen
Innenausstattung zu den bedeutendsten Baudenkmälern
Norddeutschlands.
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