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Kap Arkona, ein nahezu 50 Meter hohes Felsplateau aus Geschiebemergel und Kreide nahe dem nördlichsten Punkt der Insel, ist eines der bekannten Wahrzeichen von Deutschlands größter Insel Rügen. Neben den berühmten Kreidefelsen auf der nahen Halbinsel Jasmund zählt die Steilküste rund um Kap Arkona sicherlich ebenfalls zu den interessantesten Abschnitten an der gesamten deutschen Ostseeküste.
Drei hohe Türme säumen die tief abfallenden Hänge: ein ehemaliger Funkpeilturm der Marine und zwei dicht beieinander gebaute Leuchttürme. Der kleinere, mit roten Backsteinen verkleidete 19 Meter hohe Leuchtturm wurde 1827 nach Plänen des Berliner Stararchitekten Schinkel errichtet. Er wurde Anfang des 20. Jahrhunderts durch den 36 Meter hohen zweiten Leuchtturm ersetzt, der heute noch in Betrieb ist.

Auf dem Plateau sind ebenfalls noch rund 10 Meter hohe Erdwälle sichtbar, die einst als Befestigungsanlagen der so genannten Jaromarsburg dienten. In dieser Wallburg befand sich im Mittelalter das wichtigste Heiligtum der slawischen Ranen Rügens, das dem Gott Svantevit geweiht war. 1168 eroberten die Dänen die Burg, zerstörten das Heiligtum und begannen mit der Christianisierung bzw. Unterwerfung der slawischen Urbevölkerung Rügens.

Mit dem Privatwagen kann man nicht direkt an das Kap, sondern nur nach Putgarten gelangen. Den 2 Kilometer langen Weg vom Parkplatz muss man dann entweder zu Fuß bzw. per Fahrrad oder unter Inanspruchnahme eines recht nostalgischen öffentlichen Nahverkehrs bewältigen.

 

Rund ein Kilometer südlich vom Kap entfernt liegt der kleine denkmalgeschützte Fischerort Vitt. Etwas mehr als 10 reetgedeckte Katenhäuser umfasst das schöne Dorf, das in einer Liete, einem natürlichen Einschnitt in der Steilküste, vor sehr vielen Jahrhunderten angelegt wurde. Vom steinigen Strand, an dem sich auch ein sehr kleiner Hafen befindet, hat man einen schönen Ausblick auf das Kap Arkona. Sehenswert ist auch die Vitter Kapelle, ein achteckiger Putzbau des frühen neunzehnten Jahrhunderts. Sie befindet sich unmittelbar oberhalb des Dorfes.

Im wenige hundert Einwohner zählenden Dorf Altenkirchen, 10 Kilometer westlich von Arkona, trifft man ein weiteres "Muss man gesehen haben" auf Rügen an: eine dreischiffige, turmlose Pfeilerbasilika. Die um 1200 begonnene Dorfkirche aus Back- und Feldsteinen ist eines der ältesten Sakralgebäude auf Rügen. Der hübsche kleine Chor zeigt an seiner Apsis sogar noch eine spätromanische Formensprache.

Auch Wiek, das im westlichen Teil der Halbinsel Wittow an einem Bodden liegt, hat eine schöne mittelalterliche Dorfkirche. Bemerkenswert ist vor allem der mit vielen weiß verputzten spitzbogigen Blenden dekorierte Giebel, über dessen Scheitelpunkt ein Dachreiter mit Spitzhelm thront. Der architektonische Reichtum der Kirche am Wieker Bodden lässt vermuten, dass man in dem Dorf in früheren Zeiten recht gut vom Fischfang und Hafenbetrieb leben konnte.

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© Andreas Reuter